Robox rbx1

Ich habe mir länger Gedanken gemacht ob ich einen 3d Drucker überhaupt brauche und für was ich ihn nutzen kann, aber ich konnte der Versuchung nicht wiederstehen. Nach längerem durchforsten unzähliger Internetseiten nach Druckerbeschreibungen, Preisen, Daten und Testberichten entschied ich mich für den Robox rbx1.

 

Funktionalität und Druckqualität

 

Der Robox macht optisch durch sein modernes Design und die Innenbeleuchtung einen sehr guten Eindruck. Der Bauraum bleibt während des Druckvorgangs komplett geschlossen, prinzipiell sind geschlossene Druckkammern immer von Vorteil, da so  viele Fehlerquellen vor vornherein wegfallen.

 

Die Installation der beiliegenden Software ging leicht von der Hand und ich konnte schnell zum nächsten Schritt übergehen und das Filament einführen. Am einfachsten geht das wenn man das Filamentende schräg abschneidet und einfädelt, bevor man das SmartReel aufsetzt. Das Filamentende wird einfach so lange in den Extruder geschoben, bis der Motor anspringt und das Filament selbständig transportiert.

Der Bauraum ist mit 210x150x100 mm etwas kleiner als im Vergleich mit anderen Modellen. Dafür gibt es einige andere Ausstattungsmerkmale, wie z.B. die äußerst feine Schichtauflösung von max. 0,02 mm.

Der Wert ist natürlich nicht fix, sondern kann in vier Stufen geregelt werden: Super (0,02 mm), High (0,1 mm), Standard (0,2 mm) und Low (0,3 mm).

 

Der 3D Drucker verfügt über eine doppelte Düse, so dass feine Ausdrucke mit der 0,3mm-Düse gedruckt werden können und die gröberen Strukturen oder Entwürfe mit der 0,8mm-Düse. Die Düsenauswahl macht sich auch sehr in der Druckdauer bemerkbar.

Ein weiteres Feature ist die Pause/Resume-Funktion. Dabei erkennt die Software, wenn etwas mit dem Filament nicht stimmt und stoppt den Druck.

Sobald das Problem behoben wurde, kann an der gleichen Stelle wieder fortgefahren werden.

 

Dabei verhindert die bis auf 150°C beheizbare Druckplatte das sog. „Warping“, das Ablösen des Druckmodells von der Druckplatte. Auch die Düsen können auf bis zu 300°C aufgeheizt werden.

Eine weitere ausgeklügelte Funktion bietet auch das SmartReel. Die Filamentrolle von Robox beinhaltet nicht nur das Filament an sich, sondern auch Daten über Temperatureinstellungen, Druckgeschwindigkeit, Durchmesser und bereits verbrauchtes Material des jeweiligen Filaments. Neben den SmartReel-Filamenten können jedoch auch Materialien von anderen Herstellern verwendet werden, so dass man nicht von einem Hersteller (und seinen Preisen) abhängig ist.

Druckmaterial und Kompatibilität

 

Wie eben schon beschrieben, müssen nicht zwingen Robox-Filamente verwendet werden. Als kompatibel aufgelistet sind PLA, ABS, Nylon, PC, PET, PC-ABS als

Modell-Materialien und PVA, HIPS, PLA als Support-Materialien (beide mit einer Stärke von 1,75mm). 

Die Datenübertragung zwischen Computer und 3D Drucker ist über USB 2.0 oder einem IEC C5 AC Kabel möglich. Eine SD-Karte wird leider nicht unterstützt. Bezüglich der Dateiformate können .obj-, .stl-, und .robox-Dateien verwendet werden.

Mein Fazit:

Der Drucker ist schön kompakt und kann Out of the Box verwndet werden, es braucht kein langes auf und zusammenbauen. Die 3 Druckmodi liefern schöne Druckergebnisse und nach einem Update sieht man sogar wie viel der Druck den man plant kostet.

Einen Nachteil hat der Drucker, und zwar ist das der Extruder, ich habe eine halbe Spule PLA verdruckt und dann fing er an das Material nicht mehr weiter zu fördern.

Die Lösung meines Problems war es den Extruder heraus zu nehmen, zu säubern und die Spannung die der Extruder hat zu erhöhen. Das geht mit zwei Schrauben die unterhalb des Extruders mit 2 Federn dazwischen sitzen, diese Schrauben habe ich einfach ganz reingedreht und eine halbe umdrehung wieder raus.

Jetzt druckt der Robox einwandfrei und das seit mittlerweile einem Jahr.

Für einen Anschaffungspreis von 1000€ ist der Drucker zwar nicht ganz billig, ist aber seinen Preis auf jedenfall wert. Ich kann ihn nur weiterempfehlen.